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Katzenminze nicht gleich Katzenminze

02 Jun

Autor: matrona - Kategorie: Portraet Katzenminze

Die Katzenminze ( Nepeta)

Sie ist unter den Stauden eine der am meisten gepflanzten Blütenstaude in den letzten Jahre geworden. Sie zeichnet sich aus durch eine mittlere Größe und eine sehr lange Blütezeit aus.

Es gibt verschiedene Arten in den verschiedenen Blautönen und auch weiße Katzenminzen.

Nepeta x faassenii "Walkers Low"

Die Katzenminzen haben einen minzigen oder zitronigen Geruch, der Minzgeruch gefällt auch den meisten Katzen sehr. Sie Reiben sich an den Pflanzen und fressen auch kleine Teile davon. Oft kommen Kunden in meine Gärtnerei und fragen nach Katzenminze, weil sie gehört haben, dass sie die Katzen vertreiben würden. Doch es bewirkt das genaue Gegenteil. Wobei ich nicht sagen kann, dass durch die Katzenminze übermässig Katzen angelockt werden.

Bei den zitronig riechenden Katzenminzen ist eher  eine Abneigung der Katzen festzustellen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass diese Arten Katzen im weiten Umkreis vertreiben.

Ich hatte früher einige Pflanzen der flachwachsenden Katzenminze – Nepeta faassenii  ( jetzt unter Nepeta racemosa )- in meinem Garten. Die Katzenbegeisterung war so groß, dass sie sich immer in die Pflanzen legten. Deswegen lag die Pflanze immer platt auf dem Boden. Dies ärgerte mich so, dass ich sie aus dem Garten verbannte.

Später als neue Züchtungen auf dem Markt kamen, die besonders straff aufrecht wuchsen versuchte ich es erneut. Und es harmonierte mit den Katzen. Sie rieben sich zwar an den Katzenminzen und frassen auch den einen oder anderen Trieb aber die Pflanze blieb stehen und trug keinen Schaden davon.

 

Sorte "Walkers Low" in Kombination mit Türkenmohn/ Im Vordergrund Stachys grandiflora

Es ist wirklich eine derer Pflanzen , wo ich sagen würde: ” Die Katzenminze gehört in jeden Garten. ”

Ganz besonders sollten auch die Katzenliebhaber sich die Katzenminze pflanzen. Und wenn man nur einen Balkon hat, kann man sich die Minze in einen Topf pflanzen und Katze und Halter können sich daran erfreuen.

Doch wir müssen hier in den verschiedenen Arten unterscheiden. Erwähnet werden sollen hier die am weitesten verbreiteten Katzenminzen. In einem weiteren Artikel werde ich über die weiteren Katzenminzen- arten berichten.

Nepeta racemosa ( ehemals N. x faassenii) – Blüte lavendelblau, blüht von Mai bis September, Höhe: 30 cm

Nepeta x faassenii

Nepeta racemosa “Snowflake”( ehemals N. x faassenii ” Snowflake” – Blüte: weiß, Höhe: 30 cm

Nepeta x faassenii "Snowflake"

- aus Sämlingen von Kreuzungen verschiedener Arten entstandene Sorten -

Nepeta x faassenii  “Six Hills Giant” – Blüte lilablau, Höhe: 70 cm breitbuschig

 

 

Nepeta x faassenii “Walkers Low” – Blüte: lilablau, Höhe: 70 bis 80 cm breitbuschig

 

Die meist verwendetete Katzenminze ist wohl die Sorte “Walkers Low”, wobei sie ganz bestimmt nicht niedrig ist.

Verwendung der Katzenminze

Gerade die Katzenminze der Sorte “Walkers Low”, aber auch “Six Hills Giant” ( wobei man einen Unterschied nur erkennen kann, wenn sie direkt nebeneinander stehen) werden wegen ihrer besonders langen Blütezeit in Verkehrsinseln, als Rosenbegleiter in Parks und öffentlichen Anlagen verwendet, da sie sehr robust sind und nicht von Schnecken gefressen werden.  Gegenüber Lavendel hat die Katzenminze den Vorteil der längeren Blüte, aber den Nachteil im Winter nicht als ansehnlicher Busch vorhanden zu sein, sondern nur als braunes Gestrüpp.

Zum Standort ist zu sagen, dass sie sonnig bis leicht halbschattig stehen sollte. Wie bei den meisten anderen Pflanzen darf der Boden nicht zu winternass sein. Ansonsten kann es schon zu Verlusten kommen, da die Wurzel faulen.

Das Herausragende an der Katzenminze ist aber der Wert für Bienen und anderen Insekten. Es dringt ein wahres Summkonzert aus den Büschen. Als Lippenblütler dient der Pollen und der Nektar den Insekten als begehrte Nahrungspflanze. Es ist ein Schauspiel, besonders auch für Kinder dem regen Treiben der Bienen und Hummeln zuzusehen.

Pflege der Katzenminze

Eine besondere Pflege bedarf es der Katzenminze nicht. Um die Blütezeit zu verlängern, schneidet man die Pflanze nach der Hauptblüte ca. im Juli bis auf wenige Zentimeter zurück. Sie treibt erneut durch und bildet einen weiteren Flor bis zum Herbst. Zum Winter würde ich die Triebe als Winterschutz stehen lassen und erst im Frühjahr zurückschneiden.

Zu Beginn des Frühjahres ca. Ende März / Anfang April bringt eine Düngung mit einem Volldünger, der nicht zu viel Stickstoff ( 5 bis 7 % ) enthalten sollte ein gesundes stabiles Wachstum und eine reiche Blüte.

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Kommentare

Sie finden hier 4 Kommentare zu “Katzenminze nicht gleich Katzenminze”

  1. Bernhard meinte am 13. April 2012 - 20:23 Uhr

    Im Internet wird an verschiedenen Stellen immer wieder die Katzenminze als Abwehrmittel genannt. Gut ist es mal zu erfahren, dass dem nicht so ist.

    ID 67

  2. elfi girault meinte am 10. Mai 2012 - 23:29 Uhr

    Vielen Dank für diesen informativen Beitrag!
    Hoffe demnächst wieder ‘Katzenminze’ zu finden, da ich meinen Lieben den
    Genuss des Wohlfühlens nicht entgehen lassen möchte!!
    Nochmals tausend Dank,
    mfg. Elfi Girault

    ID 74

  3. Strasser meinte am 3. November 2012 - 21:27 Uhr

    Katzenminze wirkt primär auf Katzen im geschlechtsreifen Alter. Kitten oder Senioren zeigen so gut wie gar keien Begeisterung. Des Weiteren wirkt diese Pflanze auf viele Katzen gar nicht. Definitiv kann sie aber Nachbars-Katzen in den Hauseigenen Garten locken. Die Tiere werden sich bei Interesse in die Pflanze legen, dran knabbern und teil ausgraben.

    Abschrecken wird die Katzenminze jedenfalls keine Katze, dafür ist dann eher die “Verpiss-Dich-Pflanze” geeignet. http://de.wikipedia.org/wiki/Verpiss-dic h-Pflanze.

    Viele Grüße
    Strasser

    ID 104

  4. garteninfo meinte am 4. November 2012 - 19:45 Uhr

    Die Erfahrung mit der “Verpiss Dich Pflanze ” ist eine sehr unterschiedliche. Von zahlreichen meiner Kunden ausprobiert berichtete der Großteil eine eher negative Erfahrung. Zum Teil haben sich die Katzen sogar daran gerieben. Außerdem ist die Pflanze nicht winterhart. Es ist eine Duftpelargonie und ich vermute, dass nur der Züchter nachdem er durch seine Lizenzen viel Geld verdient hat sich verpisst hat.
    Schöne Grüsse
    M. Schramm

    ID 105

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